Montag, 24. September 2007

Give 1 Get 1

Ab 12. November sind die als "100-Dollar-Laptops" bekannten Notebooks der One Laptop per Child (OLPC) Initiative im Rahmen der Aktion "Give 1 Get 1" für 399 US-Dollar in USA und Kanada auch für Endverbraucher erhältlich. Dies erklärt OLPC-Gründer Nicholas Negroponte auf der eigens eingerichteten Webseite, auf der auch zu Spenden in Höhe von 200$ aufgerufen wird.

Ursprünglich war geplant, dass zunächst ausschließlich Regierungen von Entwicklungsländern die XO in Millionenauflage kaufen, um die Schulkinder damit auszustatten. Mit dem Einsatz des Laptops in den USA solle die Finanzierung des Projekts verbessert und die Bekanntheit des Vorhabens erhöht werden.

Walter Bender von OLPC erklärte gegenüber dem Wall Street Journal, dass über Großbestellungen von US-Schulen verhandelt werde. Bislang haben sieben Länder größere Mengen des XO geordert: Argentinien, Brasilien, Libyen, Nigeria, Pakistan, Thailand und Uruguay. Aber auch US-Bundestaaten, darunter das vom Bruder des US-Präsidenten Jeb Bush regierte Florida, erklärten ihr Interesse am Erwerb des XO.

Avallain unterstützt die OLPC-Initiative mit eigens entwickelten e-learning-Angeboten.

Links
www.laptop.org
www.xogiving.org

Weitere Informationen
"Erfolg ist der Feind" Nicholas Negroponte im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung
"Zwei OLPC-Notebooks kaufen, eines spenden" bei Heise Online
"Laptop für die Lehmhütte" in der Süddeutschen Zeitung
"100-Dollar-Laptop läuft mit JoJo-Antrieb" bei Spiegel Online
"Intel steigt bei 100-Dollar-Laptop ein" bei reticon
"Will Low-Cost Laptops help kids in Developing countries?" Walter Bender, Präsident von OLPC im Gespräch mit Stephen Dukker, CEO von NComputing

Montag, 17. September 2007

Countdown: Launch INFONET-Biovision

Nur noch drei Wochen bis zum Start von infonet-biovision.org, des internetbasierten Expertensystems für "organic farmers" in Ost-Afrika.

INFONET-Biovision bietet Informationen und Materialien zur ökologischen Schädlingsbekämpfung, Krankheitsprävention bei Menschen und Tieren, sowie über sanfte Methoden zur Sicherung und Steigerung der Nahrungsproduktion in Ostafrika.

Eine anwendungsorientierte, übersichtlich strukturierte Plattform mit Fokus auf lokale Bedürfnisse ermöglicht Beraterinnen und Beratern in den Bereichen Landwirtschaft und Gesundheit einen schnellen Zugriff auf neuste Informationen.

INFONET-BioVision wird von AVALLAIN im Auftrag der Schweizer Stiftung Biovision entwickelt, einer Non-Profit-Organisation, deren Ziel die Verbreitung, Umsetzung und Anwendung von wissenschaftlich fundierten Methoden zur nachhaltigen Verbesserung der Lebensbedingungen sowie der Armutsbekämpfung in Afrika ist.

INFONET-Biovision
  • bietet Information zu fundierten sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Technologien und Methoden der Vieh- und Landwirtschaft, unter besonderer Einbeziehung von Umwelt- und Gesundheitsaspekten

  • versammelt geographisch focusierte Informationen, ermöglicht deren Bearbeitung und macht das Material insbesondere Agrar-Trainern sowie Primärnutzern zugänglich

  • dient als Informationsquelle für die Zusammenstellung und Verteilung von Lehrmaterial, Flyern, usw.

  • knüpft an bestehende Netzwerke an, um auch Farmer und Gemeinden zu erreichen,
    die keinen Internetzugang haben

  • arbeitet mit einem Feedback-System, um den Inhalt zu erweitern und gemäß den Bedürfnissen der Farmer anzupassen.
INFONET-BioVision unterstützt einen “Mehrkanal-Ansatz”, der das Internet ebenso einschließt, wie Mobiltelefone, Printmaterial und auch an existierende Lernnetzwerke, wie z.B. lokale Farmergemeinschaften, Frauengruppen oder Partner wie das UNDP oder das Kenianische Landwirtschaftsforschungsinstitut (KARI) anschließt.

Gerade die Einbindung von Mobiltelefonen und anderen mobilen Endgeräten im Rahmen von technikgestützten Bildungsprojekten ist ein wichtiger und vielversprechender Ansatz für e-learning in Afrika, da einerseits die Kommunikationsinfrastruktur noch im Aufbau begriffen und noch nicht breiten Bevölkerungsteilen zugänglich ist, andererseits es eine sehr lebendige Kultur rund um die Nutzung von Mobiltelefonen gibt.

Die offizielle Veranstaltung zum Start von INFONET-Biovision findet am 9. Oktober am icipe, in Kasarani, Nairobi statt. Als Gast wird u.a. Otmar Hasler, Premierminister von Liechtenstein erwartet. Das Liechtensteiner Entwicklungshilfeministerium hat durch umfassende Förderung das INFONET-Biovision-Projekt ermöglicht.

Des Weiteren werden Vertreter der Stiftung BioVision, der Schweizer Botschaft in Nairobi, sowie Vertreter des Ministry of Agriculture and the Kenya Agricultural Research Institute, verschiedene internationale Kooperationspartner erwartet.

Weitere Informationen
www.infonet-biovision.org
www.biovision.ch

Sonntag, 16. September 2007

AVALALIN unterstützt Alphabetisierungskamapgne

In weniger als drei Wochen öffnet die Frankfurter Buchmesse ihre Tore, um auf auf 171.790 Quadratmetern fast 390.000 Bücher und andere Medien zu präsentieren. Zwischen dem 10. und 14. Oktober erwarten die Organisatoren mehr als 280.000 Besucher, denen ein Kulturfest mit rund 2.450 Veranstaltungen geboten wird.

Wie Juergen Boos, Direktor der Buchmesse, bei der Vorschaupressekonferenz in Frankfurt berichtete, ist die Messe mit 7.275 Ausstellern aus 110 Ländern ausgebucht.

Neben dem Schwerpunktland "Katalanische Kultur" findet das Thema "Bildung" zum zweiten Mal einen breiten Raum in den Messehallen am Main.

„Das Thema Bildung greifen wir als Buchmesse bewusst auf, weil die wirtschaftliche Bedeutung für die Verlage wächst. Gleichzeitig nimmt die Frankfurter Buchmesse die Forderung für eine Chancengleichheit beim Bildungsangebot ernst und bietet der Bildungsdiskussion eine Plattform“, erklärte Boos in Frankfurt.

Schwerpunkt "Zukunft Bildung"

Eine Besonderheit stellt das Engagement der Buchmesse für die Alphabetisierung dar. "Für uns als Buchmesse ist es eine Selbstverständlichkeit, dass wir uns mit Grundbildung, Leseförderung und Alphabetisierung beschäftigen." erklärte Boos vor einer Woche bei seiner Auszeichnung zum "Botschaft für Alphabetisierung" am Weltalphabetisierungstag in Berlin.

"Wer nicht lesen und schreiben kann, hat kaum Chancen in einer sich rasant verändernden Wissensgesellschaft. Bei unseren vielen Auslandsaktivitäten habe ich immer wieder erfahren,
wie wichtig Alphabetisierung ist. Alphabetisierung ist nicht nur Grundlage für den
Beruf, sondern definiert den Platz in der Gesellschaft." so der Buchmessen-Direktor.

Im Rahmen der Frankfurt Book Fair Literacy Campaign LitCam richtet die Buchmesse eine international besetzte Konferenz zur Alphabetisierung und Grundbildung aus. Die LitCam bietet auf nationaler und internationaler Ebene eine Plattform, um den Austausch und die Vernetzung von internationalen Organisationen aus den Bereichen Alphabetisierung und Grundbildung zu fördern, neue Trends und Entwicklungen zu diskutieren, Beispiele guter Praxis auszutauschen und neue Strategien zu entwickeln.

"Frankfurt ist nicht nur Plattform für das internationale Geschäft rund ums Buch, sondern auch für die Diskussion gesellschafts- und kulturpolitischer Themen über Landes- und Kulturgrenzen hinweg – ein idealer Ort also für den Austausch und Wissenstransfer zu diesem Zukunftsthema.", so Boos.

2007 wird die internationale LitCam- Konferenz am Dienstag, den 9. Oktober stattfinden. In einer Podiumsdiskussion am Vormittag stellen sich Alphabetisierungsprojekte aus Uganda, Ägypten, Frankreich und Spanien vor. Am Nachmittag geht es in den Workshops um Leseförderung von Migranten in Spanien, die Erfolgsgeschichte der Erstlesereihe für Erwachsene „Quick Reads“ aus England dowie den Einsatz von "Distance Learning" in Irland.

AVALLAIN unterstützt die Buchmesse bei der Umsetzung der LitCam als Partner und Sponsor.

Als international tätiger Entwickler innovativer computergestützter Lernlösungen beschäftigt sich AVALLAIN seit 2004 mit dem Thema Grundbildung und Alphabetisierung. Für den Deutschen Volkshochschul-Verband und den Bundesverband Alphabetisierung entwickelte AVALLAIN das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte, erste deutschsprachige Lernportal für erwachsene funktionale Analphabeten: ich-will-schreiben-lernen.de bietet Lernerinnen und Lerner täglich Übungen auf sechs unterschiedlichen Niveaustufen. Basierend auf der automatisierten Ergebnisauswertung werden die Lernpakete wöchentlich zusammengestellt und gemäß den Fehlerschwerpunkten angepasst. Das Lernportal kann sowohl anonym als auch im Rahmen von Alphabetisierungskursen genutzt werden.

Seit dem Start von ich-will-schreiben-lernen.de meldeten sich bis heute knapp 100.000 Nutzerinnen und Nutzer an. ich-will-schreiben-lernen.de wurde mehrfach mit renommierten E-Learning-Preisen ausgezeichnet, darunter die Comenius Medaille und der deutsche Bildungssoftware-Preis "digita".

Weitere Informationen:
www.litcam.de
www.ich-will-schreiben-lernen.de