Mittwoch, 31. Oktober 2007

100.000 lernen online schreiben

108.794 Lernerinnen und Lerner haben sich seit seinem Start 2004 bei dem preisgekrönten deutschen E-Lerarning-Portal „ich-will-lernen.de“ registriert. Das umfassende E-Learning-System für Grundbildung bietet Lernmöglichkeiten für die Alphabetisierung und wird um die Bereiche Rechnen und berufsbezogene Grundkompetenzen erweitert.

Hintergrund: Alphabetisierung
Der UNESCO zufolge können weltweit 771 Millionen Erwachsene nicht lesen und schreiben. Während ein Großteil der Betroffenen in Entwicklungsländern lebt, kämpfen auch westliche Industrienationen mit der Herausforderung zu geringer Grundkompetenzen. Schätzungen zufolge sind allein in Deutschland 4 Millionen Erwachsene sogen. "funktionale Analphabeten".

Um die Zahl der Lernerinnen und Lerner zu erhöhen, ein ergänzendes Lernangebot bereitzustellen und um E-Learning in in die Grundbildung einzuführen, hat der Deutsche Volkshochschul-Verband (Projekt “Portal Zweite Chance Online") den Schweizer E-Learning Spezialisten Avallain 2003 beauftragt, ein E-Learning-System für diese Zielgruppe zu entwickeln.

Seit dessen Start am UN Weltalphabetisierungstag, 9. September 2004, haben sich 108,794 Lernerinnen und Lerner im System registriert. Durchschnittlich 15,000 Nutzer lernen im Rahmen individueller Curricula mehrmals wöchentlich.

E-Learning vollständig in Grundbildung integriert

“Wir sind mit der hohen Akzeptanz, sowohl durch die Lernerinnen und Lerner als auch durch die Kursleiterinnen und Kursleiter, von E-Learning in diesem speziellen Bereich sehr glücklich”, erklärt Ursula Suter, Managing Director bei Avallain. “Selbst im Vergleich zu E-Learning-Systemen in eher klassischen Bereichen belegen die Zahlen einen herausragenden Erfolg. Die Tatsache, dass „ich-will-lernen.de“ seit drei Jahren kontinuierlich im Einsatz ist, zeigt, dass ein nachhaltiges E-Learning-Produkt entstanden ist, das vollständig in die Grundbildungsszene in Deutschland integriert ist. ”

Das komplexe, maßgeschneiderte LCMS (Learning Content Management System) integriert Lernerinnen und Lerner, Tutorinnen und Tutoren, Autorinnen und Autoren sowie die Administration in einem System, das nur minimalen Verwaltungsaufwand erzeugt und sowohl als Teil von blended learning in Präsenzkursen als auch zum selbstständigen Lernen verwendet werden kann.



Die umfassende Audiounterstützung und Bebilderung unterstützen das Lernen. Linguistische Algorithmen ermöglichen die automatische Ergebnisauswertung und Anpassung des Curriculums. Bei dem im System eingebetteten Avallain Author können die Autorinnen und Autoren Übungen erstellen, ohne selbst programmieren zu müssen. Die Wahl zwischen 59 verschiedenen Interaktionstypen garantiert abwechslungsreiche Lernerfahrung.

Avallain auf der Online Educa Berlin 2007: Besuchen Sie uns am Stand A26a oder bei der Präsentation “e-learning for Basic Skills. A case for e-learning that is anything but basic” – Donnerstag 29. November, 16:00 Uhr

Über Avallain: Der Schweizer E-Learning Spezialist Avallain entwickelt innovative Lernlösungen für öffentliche und private Auftraggeber wie Verlage, Ministerien, Bildungsverbände u.a. Mit den seit 2002 von Avallain entwickelten, mehrfach ausgezeichneten E-Learning-Anwendungen und Systemen lernen derzeit weltweit mehr als 180.000 Lerner. Neben der Projektentwicklung unterstützt Avallain Bildungsprojekte wie das OLPC-Projekt.

Kontakt:
Ralf Kellershohn, E-Mail: rkellershohn@avallain.com, Mobil: +49 - 172 - 198 70 34

Uruguay kauft 100.000 "100-Dollar-Laptops"

Urugay hat 100.000 des XO, auch bekannt als "100-Dollar-Laptop", bestellt. Damit hat die "One Laptop per Child" (OLPC)-Initiative des ehemaligen MIT Media Lab Direktors Nicholas Negroponte ihren ersten verbindlichen Auftrag.

Für das ambitionierte Non-Profit-Projekt ist dies ein wichtiger Meilenstein, nachdem es zuletzt mit Schwierigkeiten zu kämpfen hatte: Trotz vielstimmiger Unterstützung gelang des nicht, verbindliche Zusagen zu bekommen: "Ich habe zu einem gewissen Grad den Unterschied zwischen dem Handschlag eines Regierungs-Chefs und dem Unterschreiben eines Schecks unterschätzt.", erklärte Negroponte der New York Times. Infolge musste der Zeitplan für die Massenproduktion immer wieder verschoben, der voraussichtliche Preis der Geräte nach oben korrigiert werden.

Nun hat das Laboratorio Tecnológico del Uruguay (Latu) eine Bestellung von letztlich insgesamt 400.000 Geräten aufgegeben. In Uruguay sollen die XO in acht bis neun der 19 Regionen des Landes verteilt werden. Noch im Jahre 2008 soll der Rest des Landes, abschliessend die Haupstadt Montevideo 2009 versorgt werden, so Miguel Brechner, Präsident von Latu. Parallel zum Vetrieb der Notebooks sollen alle Schulen Uruguays an das Internet angeschlossen werden.

Der Zuschlag für das 100$-Laptop erfolgte in einer Auktion bei der das XO sich gegen das Konkurrenzmodell Classmate von Intel durchsetzte. Dabei senkte die Firma Brightstar, die mit dem XO ins Rennen gegangen war, ihr ursprüngliches Angebot von 205 US-Dollar pro Laptop auf 199 US-Dollar. darüber hinaus garantiert Brightstar 1.000 kostenlose Ersatzmaschinen, übernimmt 8 Prozent der Reparaturkosten und übernimmt alle Schulungskosten.

Hintergrund: Ein Laptop für jedes Kind

Das Projekt "One Laptop per Child" (OLPC) geht zurück auf den ehemaligen Direktor des Media Lab am MIT, Nicholas Negroponte. 1999 gründete Negroponte eine Schule in einem kleinen Dorf in Kambodscha. Er installierten eine Satellitenschüssel und einen Generator und gab den Kindern Laptops. Das Ergebnis: Zur Schule zu gehen wurde unter den Kindern wesentlich beliebter, die Schulquote stieg.

Kinder, die noch nie einen Computer gesehen hatten, die nicht einmal Elektrizität kannten, lernten innerhalb weniger Minuten das Prinzip der Maus und brachten sich gegenseitig den Gebrauch des Computers bei. "Das erste englische Wort jedes Kindes in diesem Wort war "Google", so Negroponte.

Die Kinder konnten die Computer mit nach Hause nehmen und brachten ihren Verwandten bei, was sie gelernt, gesehen und gefunden hatten. Die Familien liebten die Computer nicht zuletzt deshalb, weil sie - in einem Dorf ohne Elektrizität - die hellste Lichtquelle des Haushalts waren.

Negroponte entwickelte die Idee, dass wenn jedes Kind sein eigenes Laptop hätte, dies ein Weg sein könnte, das in Entwicklungsländern aufgrund der wenig ausgebauten Bildungsinfrastruktur brachliegende Bildungs-Potential zu erschließen. Der UNESCO zufolge gehen mehr als 100 Millionen Kinder weltweit nicht zur Schule.

Jedoch war klar, dass herkömmliche Laptops für einen massenhaften Einsatz in Entwicklungsländern nicht geeignet sind: Sie sind zu teuer und in Hard- und Software den Bedingungen in Entwicklungsländern nicht angepasst. Also startete Negroponte das nicht-kommerzielle OLPC-Projekt, das völlig ohne öffentliche Gelder arbeitet.
In einer weltumspannenden offenen Entwicklergemeinde arbeiten Programmierer an dem Vorhaben, ein kostengünstiges Laptop für Kinder zu entwickeln.

Der mittlerweile zur Serienreife entwickelte Prototyp besticht durch seine Details: Klein, leicht, robust, wasserdicht, stoßfest, mit einem Display ausgestattet, dass auch das Arbeiten bei direkter Sonneinstrahlung erlaubt, niedrigem Stromverbrauch mit der Möglichkeit durch einen Seilzug oder ein Pedal Strom zu erzeugen. u.v.m.

Befreit von redundanten Ballast arbeitet das XO ausschließlich mit Open Source Software. Über W-Lan können die XO wahlweise ins Internet gehen oder untereinander in einem Mesh-Netzwerk zusammengeschlossen werden.

Der taiwanesische Laptophersteller Quanta erhielt den Zuschlag für das, was sich als umfangreichste Produktion eines Computertyps andeutet. Sobald Negroponte im Voraus bezahlte Bestellungen in Millionenhöhe vorzuweisen hatte, sollte die Produktion beginnen.

Belächelten die Großen der Computerbranche wie Microsoft oder Intel das Projekt (sicherlich nicht zuletzt deshalb, weil sie in dem Vorhaben mit ihren Produkten keinen Platz gefunden hatten), entwickelten sie schließlich eigene Ambitionen, um den gigantischen Markt der Entwicklungsländer nicht kampflos an Open Source gehen zu lassen.

Es entspann sich ein mit harten Bandagen geführter Wettbewerb. Dabei machte Intel - so jedenfalls Vorwürfe von Negroponte - mit diskredetierender PR und lockenden Angeboten Regierungen, die bereits positive Absichtserklärungen für das XO abgegeben hatten, dem OLPC Projekt abspenstig.

Die Auseinandersetzungen nahmen eine unerwartete Wende, als Intel im Sommer 2007 der OLPC Initiative beitrat, womit allerdings der Konkurrenzkampf scheinbar weiterhin nicht vorbei ist.

Nigeria, das bislang immer als 100-Dollar-Laptop Kandidat gehandelt wurde, wurde von Intel testweise mit Classmates, Schulungen und PR-Material eingedeckt. Dies blieb scheinbar nicht ohne Wirkung: Nigeria und Libyen, verkünden ausgerechnet einen Tag, nachdem OLPC den ersten offiziellen Vertrag mit Urugay bekannt gab, den Classmate einzuführen.

Weitere Informationen:
Zu OLPC unter www.laptop.org

Ein sehr schöner Artikel mit einem ebenso gelungenem Video von 60 Minutes findet sich hier...

(Quelle: Golem/BBC/Heise)

Dienstag, 30. Oktober 2007

AVALLAIN auf der Online Educa 2007

Die Online Educa Berlin ist eine der führenden internationalen Konferenzen zum Thema Lernen mit Informations- und
Kommunikationstechnologien (E-Learning). In Vorträgen, Seminaren, Diskussionen und Workshops stellen Bildungsexperten aus aller Welt Trends und Entwicklungen in der Branche vor und präsentieren neue Projekte, Praxisanwendungen, Lernsoftware oder Forschungsergebnisse. Parallel zur Konferenz findet eine Fachmesse statt.

In diesem Jahr präsentiert sich AVALLAIN mit einer Präsentation im Rahmen der Konferenz. Auf dem Stand A19 im Rahmen der begleitenden Messe besteht die Gelegenheit, sich über die neuesten Entwicklungen im Bereich "E-Learning for Basic Skills" (Alphabetisierung/Literacy, mathematische Grundbildung/Numeracy, Knowledge Management System für kenianische Farmer), Sprachtraining (Macmillan English Campus) u.v.m. zu informieren.

Probieren Sie AVALLAIN Lernlösungen auf dem "XO" auch bekannt als "100-Dollar-Laptop" aus.

Besuchen Sie unsere Präsentation "E-Learning for Basic Skills. A case for E-Learning that is anything but basic" am Donnerstag, 29. November, 14:00-16:00, im ACC20.

Keine Zeit für die Präsentation? Weitere Fragen? Besuchen Sie uns auf der Messe, Stand A26b.


Weitere Informationen:
www.online-educa.com

Montag, 8. Oktober 2007

Avallain bei "LitCam" der Frankfurter Buchmesse

Pressemitteilung | 9. Oktober 2007

AVALLAIN unterstützt die Kampagne für Alphabetisierung und Grundbildung "LitCam" der Frankfurter Buchmesse. Bei der zweiten internationalen Konferenz kamen rund 100 Experten und Vertreter von Organisationen der Alphabetisierung in Frankfurt zusammen. "In der Wissens- und Informationsgesellschaft hängt die Leistungsfähigkeit von Volkswirtschaften direkt mit dem Bildungsniveau der Bevölkerung zusammen. Alphabetisierung und Grundbildung kommt daher eine besondere Bedeutung zu. Ein herausfordernder Bereich für E-Learning", erklärt Ignatz Heinz, Geschäftsführer von AVALLAIN.

(Lustmühle| Schweiz) ) Erhebungen der UNESCO zufolge können weltweit ca. 771 Millionen Erwachsene nicht lesen und schreiben. Mehr als die Hälfte davon sind Frauen. Etwa 100 Millionen Kinder gehen nicht zur Schule. Auch westliche Industrieländer haben mit den individuellen und volkswirtschaftlichen Folgen von funktionalem Analphabetismus und geringen Grundkompetenzen zu kämpfen: Trotz einer gut ausgebauten Bildungsinfrastruktur und Schulpflicht können Millionen Erwachsene nicht ausreichend lesen, schreiben oder rechnen. Verheerend in Zeiten, in denen die Anforderungen in Alltag und Beruf permanent steigen und Alphabetisierung und Grundbildung die Grundlage für fortlaufenden Kompetenzerwerb stellen.

Grund genug für die größte Buchmesse der Welt das Thema aufzugreifen und im Rahmen einer Konferenz zu internationalisieren. "Das Thema Bildung greifen wir als Buchmesse bewusst auf, weil die wirtschaftliche Bedeutung für die Verlage wächst. Gleichzeitig nimmt die Frankfurter Buchmesse die Forderung für eine Chancengleichheit beim Bildungsangebot ernst und bietet der Bildungsdiskussion eine Plattform", so Karin Plötz, Direktorin des Schwerpunkts "Zukunft Bildung" zur Eröffnung der LitCam.

Mehr als hundert Experten und Vertreter von Organisationen aus über 20 Ländern kamen bei der zweiten jährlichen Konferenz zusammen, um neue Ansätze in der Alphabetisierung vorzustellen, Erfahrungen auszutauschen, zukünftige Strategien zu diskutieren und neue Kooperationen zu vereinbaren.

AVALLAIN unterstützt die Frankfurter Buchmesse bei der Umsetzung von LitCam. Als Protagonist in der Entwicklung von E-Learning für die Grundbildung hat AVALLAIN das erste deutschsprachige Lernportal für erwachsene, funktionale Analphabeten "ich-will-schreiben-lernen.de" entwickelt.

"Computer und Internet können als didaktisches Instrument das Lernen in der Grundbildung sehr gut unterstützen. Anspruchsvoll gestaltete Angebote motivieren Lernerinnen und Lerner und unterstützen Kursleiterinnen und Kursleiter.", bekräftigt Ignatz Heinz. Die Benutzerzahlen und die lange Lernzeit zeigen deutlich, dass E-Learning in der Grundbildung einen wichtigen Beitrag leisten kann. Seit September 2004 haben sich ca. 100.000 Lernerinnen und Lerner für das Angebot angemeldet.

Gerade mit der wachsenden Bedeutung von Information und Kommunikationstechnologien (IKT) in Beruf und Alltag, empfiehlt sich der Einsatz von E-Learning auch und gerade in der Grundbildung, womit sich die Möglichkeit bietet, Medien- und Grundbildungskompetenz zugleich zu fördern. "Der Computer ist ein von den Lernerinnen und Lerner hoch bewertetes Lerninstrument.", betont Heinz. "Selber - wie alle anderen - das Internet nutzen zu können und mit einem hochwertigen Programm zu arbeiten, hat eine enorme Bedeutung für das Selbstwertgefühl von Lernerinnen und Lernern, die in ihrer Schulzeit v.a. negative Bildungserfahrungen gemacht haben."

Über Avallain:
Der Schweizer E-Learning Spezialist AVALLAIN entwickelt innovative Lernlösungen für öffentliche und private Auftraggeber wie Verlage, Ministerien, Bildungsverbände u.a. Mit den seit 2002 von AVALLAIN entwickelten, mehrfach ausgezeichneten E-Learning-Anwendungen und Systemen lernen derzeit weltweit mehr als 180.000 Lerner. Neben der Projektentwicklung unterstützt AVALLAIN Bildungsprojekte wie das OLPC-Projekt.

Kontakt:
Ralf Kellershohn, mail: rkellershohn@avallain.com, mobil: +49 172 198 70 34

Weitere Informationen
www.litcam.org
www.avallain.com

INFONET-BioVision.org für Farmer in Kenia

Pressemitteilung | 9. Oktober 2007

Am 9. Oktober startet in Kenia "INFONET-BioVision .org". Die vom E-Learning-Spezialist AVALLAIN im Auftrag der Schweizer Stiftung für Umwelt und Entwicklung BioVision entwickelte Online-Plattform bietet Farmern in Kenia Informationen zur nachhaltigen Landwirtschaft, umweltverträglichen Schädlingsbekämpfung, Produktivitätssteigerung und Gesundheitsförderung.

(Lustmühle, Schweiz) In Kenia stellt die Landwirtschaft nach wie vor die Haupteinkommensquelle für 80% der ländlichen Bevölkerung. Jedoch wird die landwirtschaftliche Produktion und damit die lokale Nahrungsversorgung durch schlechte Bodenbearbeitung, Pflanzenschädlinge, Trockenperioden sowie hohe Kosten von Pestiziden und Dünger beeinträchtigt.

Zwar werden fortlaufend neue Methoden zur Prävention und nachhaltigen Bekämpfung von Pflanzenschädlingen und krankheitsübertragenden Insekten entwickelt. "Das Wissen über kostengünstige, ökologische Methoden ist vorhanden.", erklärt AVALLAIN-Geschäftsführerin Ursula Suter. " Jedoch erreicht es die Bäuerinnen und Bauern nicht oder die Erkenntnisse sind nicht auf die konkreten Bedürfnisse und die Praxis der ländlichen Bevölkerung ausgerichtet."

Abhilfe schafft jetzt INFONET-BioVision .org. Das internetbasierte Datenbank bietet praktische Informationen über umweltverträgliche Schädlingsbekämpfung, nachhaltige Methoden zur Sicherung und Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion, Krankheitsprävention bei Menschen und Tieren sowie Einkommensverbesserung für Kenias Farmer. AVALLAIN entwickelt die Plattform im Auftrag der Schweizer Stiftung BioVision. Finanziert wird das Projekt vom Liechtensteiner Entwicklungsdienst (LED) und BioVision .

Eine Internetplattform für Farmer in Afrika? "Das ist kein Widerspruch, im Gegenteil!" ist Ursula Suter überzeugt. "Wir haben gesehen, dass Bauern, die zum ersten mal in ihrem Leben vor einem Computer sitzen weniger als eine halbe Stunde benötigen, um zu lernen, wie man eine Maus benutzt oder durch Internetangebote surft.", so Suter.

Gerade in Ländern und Bereichen, in denen Computer und Internet noch kaum oder gar nicht genutzt würden, lohne es sich, Anwendungen mit relevanten lokalen Inhalten zu entwickeln. "Wir sollten mit der Entwicklung internetbasierter Anwendungen und Lernangebote nicht warten, bis eine umfassende Infrastruktur ähnlich dem Niveau westlicher Staaten sich in Afrika etabliert hat.", betont Ursula Suter. Gerade die Entwicklung innovativer Anwendungen schaffe oftmals erst den Anreiz für einzelne Nutzer und öffentliche Anbieter, den Zugang zum Internet anzustreben.

Farmer an Entwicklung beteiligt

Bei der Entwicklung von INFONET-BioVision waren Farmergruppen beteiligt. Sie testeten Vorstufen der Plattform, gaben Rückmeldung zu Handhabung, Struktur und Aufbereitung des Materials. Durch Einbeziehung dieser Hinweise wurde sichergestellt, dass die Plattform auch den Bedürfnissen der Zielgruppe entspricht.

Obwohl INFONET-BioVision im Kern ein internetbasiertes Angebot ist, werden auch bestehende soziale Strukturen bei der Verbreitung der Informationen einbezogen. Das Infonet-BioVision gibt es auch als Offline-Plattform, installiert an zentralen Orten, die für die Farmer und deren Trainern gut erreichbar sind. „INFONET-BioVision bietet sog. „Eco-Trainern“ die Möglichkeit, sich mit dem neuesten Wissen für Beratungsgespräche und Schulungen mit Farmergruppen zu versorgen.“, so Ursula Suter.

Über Avallain:

Der Schweizer E-Learning Spezialist AVALLAIN entwickelt innovative Lernlösungen für öffentliche und private Auftraggeber wie Verlage, Ministerien, Bildungsverbände u.a. Mit den seit 2002 von AVALLAIN entwickelten, mehrfach ausgezeichneten E-Learning-Anwendungen und Systemen lernen derzeit weltweit mehr als 180.000 Lerner. Neben der Projektentwicklung unterstützt AVALLAIN Bildungsprojekte wie das OLPC-Projekt.

Kontakt:

Ralf Kellershohn, mail: rkellershohn@avallain.com, mobil: +49 172 198 70 34

Weitere Informationen:

www.infonet-biovision.org

www.avallain.com

www.biovision.ch